Terry Vance Gilliam wird am 22. November 1940 in Minneapolis /  geboren. Nach elf Jahren Huckleberry Finn / Tom Sawyer-artiger Kindheit (seine eigene Beschreibung) zieht seine Familie nach Los Angeles, wo er das "Hollywood-System" vom Rand aus beobachten kann. Seine Zeichen- und Karikierfähigkeiten entwickeln sich schon in der Kindheit. Nach der Schule, wo er sich offensichtlich als Stabhochspringer hervor tut, wechselt er aufs Occidental College, um Physik zu studieren, das er später in Politikwissenschaften ändert. Während seines letzten College-Jahres schickt Terry Kopien seiner Arbeiten für das College-Magazin an Comic-Guru Harvey Kurtzman in New York, der dort ein Magazin namens Help! herausbringt. Dieser zeigt sich tief beeindruckt und für die nächsten drei Jahre bekommt Terry einen Job als Autor, Designer und Zeichner. Während dieser Zeit trifft er auch John Cleese.

 

Im Anschluss schließt sich Terry für einige Monate der National Guard an, nach denen er nicht wieder zu Help! zurückkehrt, sondern einiger Zeit von staatlicher Unterstützung lebt, bevor er beschließt, Amerika zeitweise zu verlassen. Er bleibt für sechs Monate, während der er teilweise als Cartoonist in Paris arbeitet, in Europa. Bei seiner Rückkehr nach Amerika wohnt er zunächst auf dem Dachboden von Harvey Kurtzman und zieht dann wieder in seine Heimatstadt Los Angeles, wo er einen Job in einer Werbeagentur findet. Ohnehin unzufrieden mit den Zuständen in Amerika wird er aus diesem Job auch bald wieder gefeuert – kurz bevor er selbst kündigen kann – und beschließt deshalb, sein Heimatland zu verlassen und sein Glück in England zu versuchen.

 

Gegen Ende 1967 zieht Terry nach London, wo er künstlerischer Leiter des Magazins The Londoner wird und viele gleich gesinnte Autoren und Künstler trifft. Da er aber nicht das Gefühl hat, mit Magazinen einen Blumentopf gewinnen zu können, ruft er seinen alten Bekannten John Cleese an und fragt ihn, wie er ins Fernsehen kommen könnte. Schließlich wird sein schwarz-weiß Cartoon Elephants in die TV-Show Do Not Adjust Your Set, in der auch Michael Palin, Terry Jones und Eric Idle mitwirken, eingebaut. Auf Eric Idles Drängen wird Terry auch in eine neue Fernsehsendung aufgenommen, für die Produzent Barry Took zu dieser Zeit Komiker sucht. Diese Fernsehsendung ist der Monty Python’s Flying Circus, und Terry wird zum Cartoonisten, was ihn für den kompletten optischen Stil der Python Fernsehsendungen macht. Später fungiert er als Co-Regisseur oder Designer der Python Filme, "mainly because he is not very good at words. Being an American he has a very small vocabulary which is largely consistent of two phrases." ("… hauptsächlich, weil er nicht sehr gut mit Worten ist. Da er Amerikaner ist, hat er ein sehr kleines Vokabular, das hauptsächlich aus zwei Sätzen besteht." Zitat John Cleese)

 

Seine Arbeit als Co-Regisseur in Monty Python and the Holy Grail (dt.: Die Ritter der Kokosnuss, 1975) führt mit Jabberwocky, einem mittelalterlichen Fantasy-Film mit Michael Palin, zu seinem ersten Soloprojekt auf diesem Gebiet. In den 1980ern macht Terry vier sehr persönliche Filme, während deren Produktion er so gestresst ist, dass er zwischenzeitig seine Beine nicht mehr benutzen kann. Einige Wochen später normalisiert sich dieser Zustand aber zum Glück wieder.

 

Nachdem er The Adventures of Baron Munchhausen (dt.: Die Abenteuer des Baron Münchhausen, 1989) beendet hat, findet er bald darauf zu einem Drehbuch namens The Fisher King (dt.: König der Fischer, 1991), das ihm aus den USA zugesandt worden war. Der große Erfolg des Films verbessert Terrys Reputation wieder und er bekommt zahlreiche Angebote. Trotzdem schafft er es nicht einen seiner eigenen Filme auf die Beine zu stellen. Also wendet er sich dem Projekt für Twelve Monkeys zu, der allerdings erst 1996 veröffentlicht wird.

 

2001 möchte J.K. Rowling, die Autorin der Harry Potter-Bücher, Terry eigentlich als Regisseur für den ersten Teil, Harry Potter and the Philosopher’s Stone (dt.: Harry Potter und der Stein der Weisen), gewinnen. Die Warner Brothers Studios planen allerdings einen familienfreundlichen Film und entscheiden sich für Chris Columbus. Im gleichen Jahr ist Terry Jurymitglied beim Film Festival in Cannes.

 

Anfang 2006 gibt Terry seine US-Staatsbürgerschaft auf und wird Engländer. Der 1,75m große Schauspieler und Regisseur hat zwei Töchter und einen Sohn und lebt heute in einem riesigen alten Haus in der Nähe des Highgate-Friedhofs in London.

 

Über seine Python-Kollegen sagt er einmal, dass es eine scheinbare Trennung zwischen den größeren und "aggressiveren" Cambridge-Leuten (John Cleese, Graham Chapman und Eric Idle) und den kleineren und "seichteren" Oxford-Leuten (Terry Jones und Michael Palin) gab. Terry selbst fühlte sich eher den letzteren verbunden.

 

 

 

 

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