Doch schon im Dezember werden die kühnsten Träume allesamt übertroffen: die vierte Single "Angels", eine der ersten Kooperationen mit Robbies neuem Partner Guy Chambers, entwickelt sich im vom Tod Prinzessin Dianas betroffenen Mutterland zum Weihnachts-Hit. Der Song verkauft sich eine halbe Million Mal und lässt die Verkäufe des Albums nochmal mächtig ansteigen. Von nun an gehts bergauf. Robbie wird zum anerkannten und vielfach ausgezeichneten Solo-Star. Er brilliert in "Rock DJ" als strippender Star, der sich mehr "als nackig macht", indem er sich zuletzt die Haut abzieht. Oder erfüllt sich einen Lebenswunsch als er in einer "One-Man-Show" in Londons Royal Albert Hall mit Songs u.a. von Frank Sinatra auftrat. Seinen Fans präsentiert er sich, wie sie ihn lieben: als smarter Frauenheld    und selbstherrlicher Angeber, der gerne mal seinen Hintern entblößt. Hinter all der Coolness stecke aber tatsächlich die pure Angst, sagt der Star später. Privat läuft es dagegen nicht annähernd so gut: Robbie trennt sich nach wenigen Monaten von seiner Freundin Nicole Appleton, der Sängerin von All Saints. Später erfährt die Presse, dass Appleton ein Baby von Williams abgetrieben hat. Als sie ein Jahr später eine Liaison mit Robbies Intimfeind Liam Gallagher eingeht, bricht Williams den Kontakt mit seiner Ex-Freundin erbost ab.

Das Album "The Ego Has Landed", eine Zusammenstellung aus Robbies ersten zwei Alben für den amerikanischen Markt, findet 1999 nicht die erhoffte Kaufkraft in den Staaten. In Europa vergisst man aufgrund seines enormen Erfolgs dagegen nach und nach, wo Robbie seine Karriere ursprünglich begann. Während die alten Take That-Kollegen längst in der Versenkung verschwunden sind und selbst die große Songwriter-Hoffnung Gary Barlow solo enttäuscht, arbeitet sich Williams immer weiter nach oben. Auf seinem dritten Album "Sing When You're Winning" findet sich sogar ein Duett mit Kylie Minogue ("Kids"), das der sexy Australierin einen neuen Karriereschub verleiht (nachdem sie dies kurzzeitig schon Nick Cave geschafft hat). Zum Entsetzen seiner Plattenfirma beschließt Williams 2001, ein Album voll alter Rat Pack-Klassiker aufzunehmen.

Die Company sieht keinen Markt für ein 50er Jahre-Revival ihres größten Stars. Doch Williams setzt sich durch und straft alle Skeptiker Lügen: "Swing When You're Winning" wird ein Riesenerfolg, seine Fans goutieren die neuen Interpretationen der Frank Sinatra- und Dean Martin-Songs und selbstverständlich erweitert Williams mit diesem Album auch das Lager seiner Fans. 2001 ist Robbie aufgrund einer angeblichen Romanze mit Ex-Spice Girl Geri Halliwell in den Schlagzeilen, schreibt zwei neue Songs für den Soundtrack zum Film "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück" und nimmt mit den drei restlichen Queen-Mitgliedern "We Are The Champions" für den Film "A Knight's Tale" neu auf. Bei einem Konzert in Stuttgart erhält sein Verfolgungswahn neue Nahrung, als sich ein offenbar psychisch gestörter Fan auf die Bühne schleicht und den Star unsanft in den Bühnengraben befördert.

Kurz vor der Veröffentlichung von "Escapology" unterschreibt Williams im Herbst 2002 den höchstdotierten Plattenvertrag der englischen Musikgeschichte mit Capitol / EMI über 127 Millionen Euro. 2003 wird er bei den "Brit Awards" zum vierten Mal als "bester Solokünstler" ausgezeichnet. Seine "Escapology"-Tournee begeistert 2003 die Kritiker und allein in Europa 1,5 Millionen Zuschauer. In den USA allerdings gelingt Williams der Durchbruch trotz mehrerer Anläufe nicht. Spannend wird allerdings, wie sich nach der Trennung von Co-Autor Chambers im Jahr 2002 seine nächsten Alben in Europa verkaufen. Während seiner Sommertour spielt er unter anderem im englischen Knebworth Park und stellt dabei einen Rekord auf. An drei Tagen hintereinander pilgern jeweils 125.000 Besucher zu seinen Konzerten. Insgesamt sind das also 375.000 zahlende Gäste. Die Essenz dieser Auftritte erscheint im September 2003 auf dem Album "Live Summer 2003".

                                                                             

 

Robbie Williams, der bestbezahlte Musiker der britischen Popgeschichte, wird am 13. Februar 2004 30 Jahre alt. Pünktlich zu diesem Ereignis wartet Rob, wie er sich eigentlich nennt, nun mit der Botschaft auf, dass sein Leben als Playboy ein Ende habe und er die Frau fürs Leben suche. Der Brite liebt allerdings das Spiel mit den Medien. So feuerte er selbst auch Spekulationen über seine mögliche Bisexualität an. Glücklich macht den "geborenen Entertainer" im Moment nach eigenen Worten eher etwas anderes: das Anti-Depressivum Effexor.

 

Ob Robbie seinen Fuhrpark mit nach Amerika genommen hat, kann ich nicht sagen, was ich aber weiß ist: in seiner Garage stehen eine Ducati, ein Jeep Cherokee, ein Trabi und ein Jaguar - trotzdem lässt er sich chauffieren, denn leider darf er nicht selbst fahren.   Er hat immer noch keinen Führerschein! Sein Umzug nach Ami-Land hat aber dennoch Spuren hinterlassen. Wie Ami-Kollege Eminem lässt sich Robbie verschönern. Er wird gewachst! Besser gesagt, sein Allerwertester wird dieser schmerzhaften Prozedur unterzogen, um babyglatt und völlig haarlos zu sein. Autsch!

 

Im Sommer des Jahres 2004 wirft er Co-Schreiber und Produzenten Guy Chambers raus, um fortan mit Stephen Duffy seine Songs zu schreiben und zu produzieren. Bleibt abzuwarten, wie sich das entwickelt. Zunächst veröffentlicht Robbie im Oktober allerdings seine "Greatest Hits" und eine Biografie mit dem viel sagenden Titel "Feel", in der seine Drogensucht und seine Depressionen thematisiert werden. Im November beteiligt er sich außerdem an dem Projekt "Band Aid 20", das den Klassiker "Do They Know It's Christmas" von 1984 neu veröffentlicht, und äußert sich kritisch zur Wiederwahl George W. Bushs als US-Präsident.

 

Das im darauf folgenden Jahr mit einem neuen Songwriter veröffentlichte Album „Intensive Care“ schießt sofort auf Platz 1 der deutschen Charts und erhält gleich zu Beginn Dreifach-Platin. Und auch mit den Ticketvorverkäufen für die im Sommer 2006 geplante Tour erreicht er einen Rekord, der ihm sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde einbringt: innerhalb nur eines Tages werden 1,6 Millionen Karten für seine Europa-Konzerte verkauft. Im Oktober erscheint sein nächstes Album, das den Titel „Rudebox“ trägt, und kurz vor Weihnachten ist auch noch die Doppel-DVD „And Through It All“ erhältlich.

 

In 2007 lässt sich Robbie dann allerdings erstmal wegen seiner Tablettensucht in eine Entzugsklinik in den USA einweisen.

 

 

 

 

 

 

 

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