Robert Peter Maximilian Williams wird am 13. Februar 1974 in Stoke-on-Trent /  geboren. Nach der Trennung seiner Eltern leben Robbie und seine ältere Schwester Sally bei der Mutter. Diese ist es schließlich auch, die Robbie auf eine Zeitungs-Annonce aufmerksam macht, die sein Leben verändern würde.  Da Robbie schon früh das schauspielerische Talent seines Vaters Pete erkennen lässt, der in den Bars und Kneipen von Stoke einen Ruf als Entertainer genießt, hatte Robbies Mutter eine Bewerbung nach London geschickt, die prompt eine Einladung nach sich zog. Bald darauf darf der Kleine die bereits gecasteten Take That-Jungs treffen und ein paar Lieder vorsingen. Natürlich kriegt er den Job. Da ist Robbie gerade mal 16 Jahre alt!


                                                                                                   

Neben einstudierten Tanzschritten bekommt er in der Band die Rolle des Clowns zugewiesen. Anfangs ist Robbie überglücklich, denn alles, was er sich jemals erträumte, geht mit Take That in Erfüllung: er wird so berühmt, dass ihn alle Mädchen anhimmeln. Doch das quirlige Eigenleben, das Robbie entwickelt, ist in seinem Vertrag nicht vorgesehen. Hinter der glanzvollen Fassade gibt es bald Ärger mit Manager Nigel Martin-Smith und Leadsänger Gary Barlow. Mädchenschwarm Williams ist den „ständigen Drill“ leid. Solo lässt man ihn ohnehin nur selten ans Mikrofon. Er rebelliert, nimmt Drogen und tritt mit den aufsässigen Gallagher-Brüdern von Oasis auf. Nach einer weiteren durchzechten Nacht mit Oasis (ein von Martin-Smith nicht genehmigter Ausflug zum Glastonbury-Festival 1995, wo Robbie seine Lieblingsband Oasis trifft. Backstage versteht er sich mit den Gallaghers so gut, dass er sogar bei einem Oasis-Song auf die Bühne darf. Es ist der schmutzige Rock'n'Roll, die damit verbundene Attitüde und der ganze Lifestyle der Brüder, nach dem sich Europas größtes Teenie-Idol über alles sehnt) trennen sich die Wege von Robbie Williams und Take That am 17. Juli 1995.

Von da an geht es steil bergab. Williams merkt, dass er zwar das Talent besitzt, gute Songtexte zu verfassen, mit den erarbeiteten Melodien ist er jedoch unzufrieden. Hinzu kommt die zunehmende Abscheu vor seinem Ruf als Ex-Boygroup-Tänzer, der ihm den Weg zur ernsthaften Musikerkarriere scheinbar verbaut, was bei Robbie letztlich zu tiefem Selbsthass führt. Williams wird zum Partytiger, frönt hemmungslos Alkohol und Kokain, wodurch sich seine Unsicherheit vergrößert und die Zahl der Panikattacken zunimmt. Auch mit den Gallaghers kommt es zum Zwist, denn die fühlen sich von Robbies klettenhaftem Fangehabe ziemlich schnell belästigt und wissen sich nicht anders zu wehren, als Robbie bei zahlreichen öffentlichen Anlässen als Schwulen zu beschimpfen.

Natürlich ist Robbie zutiefst getroffen und schlägt verbal zurück, was wiederum eine schlimme mediale Schlammschlacht nach sich zieht. Beim ehemaligen Wham-Sänger George Michael sucht er um Rat, wie man sich von einem ungeliebten Image lösen kann. Das bringt Robbies neues Label Chrysalis auf die Idee, den Michael-Hit "Freedom" genau ein Jahr nach Robbies Take That-Split als Debütsingle für seinen Neuanfang auszuwählen, und läutet somit den Beginn einer einzigartigen Karriere ein.  In den Charts kann Robbies "Freedom `96" zwar bis hinter die erstplatzierten Spice Girls klettern, über Williams' Songwriting-Künste verrät die Nummer trotz des vielsagenden Titels dagegen wenig.

Das folgende "Old Before I Die" (eine lyrische Anlehnung an den Who-Klassiker "My Generation" und die Zeile "I hope I die before I get old") schafft es nicht ganz so weit nach oben, weist aber schon eine grobe Richtung des kommenden Robbie-Sounds auf. Nicht ganz zu Unrecht monieren zahlreiche Kritiken aber einen hörbaren Oasis-Einfluss in Melodie und Gesang.

Mittlerweile ist der schwer übergewichtige Williams ohnehin vor allem ein Thema für die Klatschspalten. Seine Abstürze in den Hotelbars aller Welt sind bereits legendär, und so säumen Paparazzi 24 Stunden täglich seinen Weg. Da Robbies neue Freundin Jacquie Hamilton-Smith Partyexzessen auch nicht abgeneigt ist, kann auch sie dem Sänger nicht aus seiner Identitätskrise helfen. Seinen verhassten Ex-Kollegen Gary Barlow disst Robbie derweil nicht nur in seinen Songtexten: im Mai 1997 betritt Rob medienwirksam den Plattenladen HMV und kauft Barlows Soloalbum "Open Road". Am nächsten Tag kehrt er zurück und beschwert sich beim Filialleiter: "Das hier ist Scheißmusik, ich will sofort meine 15 Pfund zurück." 

Mitte des Jahres checkt Robbie nach Überredungskünsten seiner Mutter und Elton Johns in eine Reha-Klinik ein, um seine verschiedenen Süchte in den Griff zu kriegen. Sichtlich erholt und mit zahlreichen guten Vorsätzen im Sinn kehrt er nach vier Wochen in die Freiheit zurück, gerade als seine dritte Single "Lazy Days" erscheint. Während dessen verkauft sich sein Debütalbum "Life Thru A Lense" weiter mäßig.

 

 

 

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